wallgraben theater moderne unterhaltung drama

Kultur-Vor-Mittag OPEN AIR!

Am Samstag, den 22. Juli, tanzt der Kultur-Vor-Mittag aus der Reihe:

  • im Datum (4. statt 3. Samstag im Monat)
    UND
  • in der Uhrzeit (12 Uhr statt 11 Uhr)
    UND
  • im Ort (Rathausinnenhof* statt Theaterfoyer).

Freuen Sie sich auf eine Stunde Gesang unter freiem Himmel von angehenden Opernsängern und Opernsängerinnen! Der Eintritt ist frei. Es erwartet Sie eine Matinée mit Gesang und Klarinette mit Studierenden der Klassen Prof. Dorothea Wirtz und Prof. Kilian Herold der Hochschule für Musik Freiburg, u.a. werden Werke von Mozart und Schubert zu hören sein.

*Bei schlechtem Wetter im Theaterfoyer.

 


 

Aktuelle Stücke

Aktuelle Veranstaltungen im Wallgraben Theater

 

Auch immer in unserem monatlichen Newsletter:

 

Hausproduktionen


The Black Rider

The Black Rider

Musical von William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson

Ein einziger Schuss trennt den armen Schreiber Wilhelm von der Frau seines Herzens, denn nur einem treffsicheren Schützen möchte Förster Bertram sein Käthchen zur Frau geben.

Die 42. Freilichtspiele im Innenhof des Freiburger Rathauses

 


Lot Vekemans: Gift

Lot Vekemans: Gift

WA-Premiere 6. Oktober 2017

Originaltitel: Gif
 
UA: 18.12.2009, NT Gent
DE: 02.06.2011 Gastspiel des NT Gent, Schauspiel Köln
 
Regie: Christian Lugerth
Mit: Regine Effinger / Hans Poeschl
 
Das Drama „Gift“ von Lot Vekemans ist ein berührendes Stück über die Suche zweier Menschen nach der Möglichkeit, die Vergangenheit zu akzeptieren, in gemeinsamer Erinnerung Ruhe zu finden und Vertrautes wieder zuzulassen. Dabei lässt das Stück selbst in der tiefsten Tragik des Lebens auch komischen Momenten Raum.
 

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Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter

Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter

Premiere 11. November 2017

Ein Lehrstück ohne Lehre

Regie: Andreas von Studnitz
Mit: Achim Barrenstein / Georg Blumreiter / Sybille Denker / Dietmar Kwoka / Katharina Rauenbusch

Max Frischs 1958 in Zürich uraufgeführte Tragikomödie »Biedermann und die Brandstifter« schildert die absichtliche Blindheit seines Protagonisten gegenüber einer sich zusammenbrauenden Gefahr und die grausamen Folgen: Obwohl Brandstiftungen allgegenwärtig sind, glaubt Gottlieb Biedermann, Fabrikant von Haarwasser, sich sicher und nimmt zwei fragwürdige Gestalten in sein Haus auf, um von ihnen verschont zu werden.

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WA

WA "Spielen Sie doch einfach, was da steht" - LORIOT

WA-Premiere 20. Dezember 2017

Regie: Christian Lugerth
Mit: Regine Effinger / Hans Poeschl / Natalia Herrera / Fabian Guggisberg / Peter Haug-Lamersdorf / Jacco Venhuis
 

Auf vielfachen Wunsch - „Ich hätte gerne für die Zauberflöte, erste oder zweite Reihe Mitte vier Plätze. Drei Erwachsene und ein Riesenschnauzer.“ - wird unsere Weihnachts-„Früher war mehr Lametta“-produktion auch in dieser Spielzeit noch einmal zu sehen sein und die Loriot-Tradition des Hauses fortsetzen.

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Philipp Löhle: Du (Normen)

Philipp Löhle: Du (Normen)

Premiere Februar 2018

Regie: Benjamin Hille

Wie wird ein Mensch zu dem, der er ist? Und vor allem: Wie wird man zu einem kapitalistischen Ausbeuter? Diese Fragen beschäftigen Philipp Löhle in seinem Stück »Du (Normen)«.

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Yasmina Reza: Drei Mal Leben

Yasmina Reza: Drei Mal Leben

Premiere März 2018

Regie: Udo Schürmer

Yasmina Reza ist Meisterin der gutbürgerlichen Paarkämpfe. Die Besonderheit dieser turbulenten Komödie: Wir erleben drei Versionen des gleichen Abends, drei mögliche Varianten derselben Grundsituation mit sehr unterschiedlichem Ausgang, eben »Drei Mal Leben«.

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Timur Vermes: Er ist wieder da

Timur Vermes: Er ist wieder da

Premiere Mai 2018

Regie: Hans Poeschl

„Er ist wieder da“ ist das Bühnenstück nach dem Bestseller-Debütroman von Timur Vermes. Eine typische Was-wäre-wenn-Geschichte, die es in sich hat. Vor allem für den Hauptdarsteller. Das Stück ist eine klassische Komödie, ihr Thema aber ist sehr ernst.

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Gastspiele


 

Bea von Malchus

Bea von Malchus "QUEENS"

Elizabeth I. & Maria Stuart

im Kampf um Englands Thron

co - starring: 9 weitere Queens

sowie 2 Fledermäuse, eine Gouvernante, ein Hund und ein Tittensittich

 

PREMIERE am 23. September 2017 im Wallgraben Theater
Weitere Vorstellungen: 25. & 27. September, jeweils 20 Uhr

Zum Stück


Bea von Malchus: Bazilikonmädchen

Bea von Malchus: Bazilikonmädchen

Eine orientalische Liebesgeschichte von Elsa Sophia von Kamphoevener

Montag, 9. Oktober 2017, 20 Uhr 

Eine junge, unerschrockene Gärtnerin, die das Herz ihres schönen, reichen, doch ein wenig einfältigen Nachbarn gewinnen will...

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Günter Fortmeier spielt

Günter Fortmeier spielt

Hands-Up-Comedy

30 Jahre Handgemachtes

Sonntag, 15. Oktober 2017, 20 Uhr
Montag, 16. Oktober 2017, 20 Uhr

Günter Fortmeier, Gewinner des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2016, erfand vor 30 Jahren sein Hand-Theater-Kabarett, eine Art Kasperltheater für Erwachsene. Diese Form des Minimal-Theaters ist einmalig in Deutschland.

Jetzt feiert er Jubiläum mit den Highlights aus den letzten 3 Programmen.

Zum Stück


IMPRO-REIHE: ZUM LACHEN IN DEN KELLER

IMPRO-REIHE: ZUM LACHEN IN DEN KELLER

Improvisationstheater mit Syna-psen

Erregungsübertragung ist das erklärte Ziel. Lachen auf Stichwort – so improvisieren die beiden Schauspielerinnen Szenen und Geschichten aus dem Nichts. Mal tiefgründig, mal komisch, charmant und rasant. Erleben Sie eine Mischung aus Standup-Comedy, Improvisationstheater und Schauspiel.

Zum Stück


Bea von Malchus: Die 7 Todsünden

Bea von Malchus: Die 7 Todsünden

Eine Sitz-Revue für Eremiten

Montag, 13. November 2017, 20 Uhr
Montag, 4. Dezember 2017, 20 Uhr

Vater Lucius, ein höllisch kluger Kettenraucher wohnt an einer Kiesgrube in einem Bauwagen. Zwei junge Männer suchen Zuflucht und Unterweisung bei ihm:

Zum Stück

 

Lesungen


 

 

Hausproduktionen

Hausproduktionen

The Black Rider

The Black Rider

Musical von William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson

Ein einziger Schuss trennt den armen Schreiber Wilhelm von der Frau seines Herzens, denn nur einem treffsicheren Schützen möchte Förster Bertram sein Käthchen zur Frau geben.

Die 42. Freilichtspiele im Innenhof des Freiburger Rathauses

 

Spielzeitvorschau für 2017/18:

(Zeichnungen Katharina Kreßler)

 

Lot Vekemans: Gift

Lot Vekemans: Gift

WA-Premiere 6. Oktober 2017

Originaltitel: Gif
 
UA: 18.12.2009, NT Gent
DE: 02.06.2011 Gastspiel des NT Gent, Schauspiel Köln
 
Regie: Christian Lugerth
Mit: Regine Effinger / Hans Poeschl
 
Das Drama „Gift“ von Lot Vekemans ist ein berührendes Stück über die Suche zweier Menschen nach der Möglichkeit, die Vergangenheit zu akzeptieren, in gemeinsamer Erinnerung Ruhe zu finden und Vertrautes wieder zuzulassen. Dabei lässt das Stück selbst in der tiefsten Tragik des Lebens auch komischen Momenten Raum.
 

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Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter

Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter

Premiere 11. November 2017

Ein Lehrstück ohne Lehre

Regie: Andreas von Studnitz
Mit: Achim Barrenstein / Georg Blumreiter / Sybille Denker / Dietmar Kwoka / Katharina Rauenbusch

Max Frischs 1958 in Zürich uraufgeführte Tragikomödie »Biedermann und die Brandstifter« schildert die absichtliche Blindheit seines Protagonisten gegenüber einer sich zusammenbrauenden Gefahr und die grausamen Folgen: Obwohl Brandstiftungen allgegenwärtig sind, glaubt Gottlieb Biedermann, Fabrikant von Haarwasser, sich sicher und nimmt zwei fragwürdige Gestalten in sein Haus auf, um von ihnen verschont zu werden.

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WA

WA "Spielen Sie doch einfach, was da steht" - LORIOT

WA-Premiere 20. Dezember 2017

Regie: Christian Lugerth
Mit: Regine Effinger / Hans Poeschl / Natalia Herrera / Fabian Guggisberg / Peter Haug-Lamersdorf / Jacco Venhuis
 

Auf vielfachen Wunsch - „Ich hätte gerne für die Zauberflöte, erste oder zweite Reihe Mitte vier Plätze. Drei Erwachsene und ein Riesenschnauzer.“ - wird unsere Weihnachts-„Früher war mehr Lametta“-produktion auch in dieser Spielzeit noch einmal zu sehen sein und die Loriot-Tradition des Hauses fortsetzen.

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Philipp Löhle: Du (Normen)

Philipp Löhle: Du (Normen)

Premiere Februar 2018

Regie: Benjamin Hille

Wie wird ein Mensch zu dem, der er ist? Und vor allem: Wie wird man zu einem kapitalistischen Ausbeuter? Diese Fragen beschäftigen Philipp Löhle in seinem Stück »Du (Normen)«.

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Yasmina Reza: Drei Mal Leben

Yasmina Reza: Drei Mal Leben

Premiere März 2018

Regie: Udo Schürmer

Yasmina Reza ist Meisterin der gutbürgerlichen Paarkämpfe. Die Besonderheit dieser turbulenten Komödie: Wir erleben drei Versionen des gleichen Abends, drei mögliche Varianten derselben Grundsituation mit sehr unterschiedlichem Ausgang, eben »Drei Mal Leben«.

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Timur Vermes: Er ist wieder da

Timur Vermes: Er ist wieder da

Premiere Mai 2018

Regie: Hans Poeschl

„Er ist wieder da“ ist das Bühnenstück nach dem Bestseller-Debütroman von Timur Vermes. Eine typische Was-wäre-wenn-Geschichte, die es in sich hat. Vor allem für den Hauptdarsteller. Das Stück ist eine klassische Komödie, ihr Thema aber ist sehr ernst.

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39 Stufen

39 Stufen

Spielzeit: 18. Mai - 25. Juni 2011

Dauer: ca. 2 h
Darsteller: Sybille Denker, Markus Bölling Burkhard Wein und Ives Pancera
Regie: Christian Lugerth
Verlag: Rowohlt Theater Verlag

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Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen

Christine Brückner

Wiederaufnahme 29.10.2012, 20 Uhr

weitere Vorstellungen 30.10., 31.10., 02.11., 5.11.-8.11., 12.11.-14.11., 22.11., 23.11.

Dauer ca. 2 h

Mit Sybille Denker / Regine Effinger / Susanne Henneberger

Regie Steffi Bürger / Hans Poeschl /

Carola Ziemke

Verlag / Aufführungsrechte S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main

 

Sechs Frauen unterschiedlicher Epochen – sechs bekannte Lebensläufe. Doch was hat die Frauen in ihren bewegendsten Stunden wirklich beschäftigt? Was ist von ihren anfänglichen Träumen übrig geblieben? Konnten sie ihre Gedanken in ihrer Zeit laut formulieren? Sechs bewegende Monologe, die unterschiedlicher nicht sein könnten und auch in unserer emanzipierten Zeit noch Aussagekraft haben.

Das Wallgraben Theater gibt Ihnen eine Stimme: Christiane Goethe, Desdemona, Donna Laura, Effi Briest, Gudrun Ensslin und Megara halten ihre ungehaltenen Reden.

Regie Steffi Bürger / Hans Poeschl / Carola Ziemke

Mit Sybille Denker / Regine Effinger / Susanne Henneberger

UA 1984, Landesbühne Wilhelmshaven

Christine Brückner (1921-1996, Deutschland) war Roman- und Kinderbuchautorin. Ihre Romane „Jauche und Levkojen“ und „Nirgendwo ist Poenichen“ wurden als erfolgreiche Fernseh-Mehrteiler verfilmt. Die Monologe „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ erfuhren nicht nur hohe Auflagen, sondern gehörten auch zu den meistgespielten Stücken ihrer Zeit.

 

Online Kartenvorverkauf

 

Regine Effinger Sybille Denker Susanne Henneberger

 

Kritik:

Fr, 12. Oktober 2012, Badischen Zeitung.

von Heidi Ossenberg

Mordswut im Bauch

Christine Brückners "Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen" im Freiburger Wallgraben Theater.

  1. Sybille Denker als Gudrun Ensslin in "Ungehaltene Frauen..." am Wallgraben-Theater Foto: Christine Deutsch

 

 

Was für ein schönes Wort: Ungehalten. Eines freilich mit (mindestens) zwei Bedeutungen. Ungehaltene Reden sind solche, die niemand hat hören können, weil sie nie gehalten wurden. Das Grimm’sche Wörterbuch beschreibt, was auf den zweiten Teil des Theaterstücktitels von Christine Brückner (1921-1996) passt: Ungehaltene Frauen sind solche, die sich nicht im Zaum halten können, die sich – höchst emotional – Raum schaffen für ihre Botschaften.

Dieser Raum auf der Kellerbühne des Freiburger Wallgraben Theaters ist denkbar schlicht gestaltet: Weiße Wände mit sechs darin eingelassenen Schubladen umfangen die Bühne. Drei unterschiedlich große, bewegliche Podeste, die im Laufe des Abends zum Bett von Desdemona werden, zum Stühlchen für die wartende Christiane von Goethe oder zur Gefängnispritsche von Gudrun Ensslin, stehen darauf. Carola Ziemkes Bühne ist klug komponiert: Nichts lenkt ab von den Monologen der sechs Frauen, die, obgleich sie lange tot oder ohnehin "nur" als Fiktion lebendig, noch immer Wichtiges zu sagen haben.

Ob "Goethes dickere Hälfte" Christiane, Petrarcas schöne Muse Donna Laura, Othellos treue Ehefrau Desdemona, Baron von Instettens blutjunge Gattin Effi Briest, Pastor Ensslins rebellische Tochter Gudrun oder Christine Brückners Lysistrate-Gegenspielerin Megara – sie alle haben eine Mordswut im Bauch. Auf die vornehme Gesellschaft, die ein "Gossenkind" nicht anerkennt. Auf Männer, die Frauen anbeten wie Heiligenstatuen – darüber aber deren Recht auf ein eigenes Leben vergessen. Auf Väter, die sich hinter bürgerlichen Phrasen verstecken und auf Geschlechtsgenossinnen, die Gutes wollen aber zu den falschen Mitteln greifen. Allesamt kluge Frauen sind das, denen die Schriftstellerin Brückner Anfang der 1980er Jahre klare Worte und authentische Gefühle mitgab – Worte und Gefühle, die heute noch genau so glaubwürdig erklingen, wie damals.

Wenn sie denn von Schauspielerinnen glaubwürdig verkörpert werden. Im Fall von Regine Effinger, Sybille Denker und Susanne Henneberger, die unter der Regie von Steffi Bürger, Carola Ziemke und Hans Poeschl ungehalten reden, kann das aus vollem Herzen bejaht werden. Ein wunderbarer Abend der Schauspielkunst!

Sich allein Raum zu verschaffen auf einer nahezu leeren Bühne ist sicher kein leichtes Unterfangen. Bei einem Monolog existiert in der Regel kein Gegenüber, niemand, auf den die Darstellerin reagieren kann, mit dem sie agieren kann. Umso klüger ist die Idee der drei Regisseure, ihren Schauspielerinnen Hilfsmittel zu verschaffen, die zudem noch mit subtiler Bedeutung aufgeladen sind: der Scherenschnitt von Dichter Goethe, das Mikrophon an der Zellendecke in Stammheim, der Mantel des Kriegshelden Othello.

Packend geraten so die Monologe, das Spiel der drei nacheinander in je zwei Rollen auftretenden Schauspielerinnen ist präzise und von einer wunderbaren Leichtigkeit getragen. Sybille Denker schlüpft nacheinander in so diametral verschiedene Figuren wie Christiane von Goethe und Gudrun Ensslin und beherrscht die Naivität der einen wie die kalte Verzweiflung der anderen. Schaudernd durchlebt man bei Regine Effinger Donna Lauras Qualen einer lebendig Begrabenen – um sich kurz danach über Effingers quirlige Prostituierte Megara zu amüsieren. Susanne Henneberger darf noch ein wenig langsamer sprechen – verleiht aber den jungen Ehefrauen Desdemona und Effi Briest großartig viel Herz und Verstand. Langer Beifall für ein zweistündiges Theaterfest.
– Weitere Termine bis 10. November.

Da kommt noch wer

Jon Fosse

Da kommt noch wer

Spielzeit: März-Mai 2013

Dauer: ca 1 Stunde, 10 Min.

Darsteller: Hans PoeschlRagna GuderianMichael Schmitter

Regie: Andreas von Studnitz
Verlag:

 

 

 


 


 

Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel

Er und Sie haben sich ein altes Haus gekauft, an einer verlassenen Küste. Hier wollen sie zusammen leben, bestätigen sie einander immer wieder: Beschwörungsformeln gegen das Eindringen der Außenwelt. Groß ist die Furcht: Was, wenn doch noch jemand kommt, so unwahrscheinlich dies auch scheinen mag. Und dann steht der Nachbar und frühere Besitzer des Hauses vor der Tür. Auslöser für neue Ängste und zerstörerische Eifersucht, die das Paar in einem schleichenden Prozess zermalmen.

Regie Andreas von Studnitz

Mit Hans Poeschl / Ragna Guderian / NN

Ua1996 Det Norske Teatret, Oslo

DSe 2001 Düsseldorfer Schauspielhaus

Jon Fosse (geboren 1959, Norwegen), ursprünglich Lyriker und Ro-

manautor, ist er heute einer der meistgespielten Gegenwartsautoren

auf allen großen Bühnen. Seine Stücke wurden in über 40 Sprachen

übersetzt.

 

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